Was ist ein Naturpark?

Ein besonders erhaltenswertes und
schützenswertes Kulturgut für Mensch,
Tier, Pflanze und Natur.

Schützen durch nützen

Ein Naturpark ist eine Region, die über eine charakteristische Kulturlandschaft verfügt, die im Laufe von Jahrhunderten von Menschen bewirtschaftet, gestaltet und gepflegt worden ist. Ein Naturpark soll dazu beitragen, dieses Land weiterhin bewusst nachhaltig und zeitgemäß zu nutzen um seine Eigenart zu erhalten.

Wo in Oberösterreich?

Der Naturpark im
Gerichtsbezirk Mondsee umfasst
eine Fläche von rund 208 km2.

Dazu gehören die Gemeinden
Oberhofen am Irrsee, Tiefgraben
Zell am Moos, Mondsee,
St. Lorenz, Innerschwand
am Mondsee und
Unterach am Attersee.

Der Naturpark im Gerichtsbezirk Mondsee

Der Naturpark wird Grundeigentümer unterstützen, die ihre Flächen nachhaltig und über Generationen bewirtschaften.

Projekte und Initiativen im Bereich Bildung, Schutz und Erholung von Privatpersonen, Unternehmen und Gemeinden, die sich mit den Zielen des Naturparks decken, werden vom Verein des Naturparks bestmöglich unterstützt (Beratung, Förderungen, etc.)

Der Nutzen liegt in einer starken Bewusstseinsbildung zwischen Land- und Forstwirtschaft und der Bevölkerung, in einem guten Miteinander, sowie in einer stärkeren Wertschöpfung aus der Region und für die Region. Die Qualität zum Leben steht im Naturpark im Vordergrund.

Naturpark Grundsätze

  • Neue Impulse für regionale Wertschöpfung, Bewusstseinsbildung, Tourismus

  • Sicherung der Lebensqualität und Offenhaltung unserer Kulturlandschaft

  • Freiwillige Maßnahmen und keine Verbote für Grund-, Wald- und Seebesitzer

  • Unbürokratische Abhandlungen und Vorgangsweisen

  • Unterstützung einer zeitgemäßen Land- und Forstwirtschaft

SCHUTZ

der Landschaft, dem Leben
und der Natur

ERHOLUNG

für die Bevölkerung
und Gäste

BILDUNG

Bewusstseinsbildung über
Land & Leben

REGION

Motivation & Förderung der regionalen Wertschöpfung und Lebensqualität

SCHUTZ

Die Natur und Landschaft soll nachhaltig
und generationsübergreifend in ihrer Vielfalt
und Schönheit geschützt werden.

Landschaftsbild

Regionaltypisch. Die durch die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern geprägte, strukturierte Landschaft soll bestmöglich erhalten bleiben. Nach dem Motto „schützen durch nützen“ sollen alle Bereiche in der Land- und Forstwirtschaft sowie die Jagd, Fischerei, Imkerei, etc. unterstützt und eingebunden werden.

Gewässer

Bewusstseinsbildung über das Juwel „Wasser“ in Trinkwasserqualität bei den Seen, naturnahen Gewässern und den Quellen für deren Erhalt. Die Offenhaltung der unverbauten Seeufer durch entsprechende Bewirtschaftung und Nutzung soll unterstützt werden.

Grünland

Nachhaltigkeit. Der Naturpark unterstützt eine nachhaltige Ertragssicherung der landwirtschaftlichen Flächen zur Bewirtschaftung in Steillagen und Verzahnungsbereichen mit dem Wald. Alternative Bewirtschaftungsformen und überbetriebliche Konzepte wie z.B. Pflegevereine (Steilflächen, Nassflächen, etc.) können mögliche Alternativen sein.

Freiwilliger Vertragsnaturschutz und Ökoflächen im Naturpark sollen Grundeigentümer und Bewirtschafter unterstützen Grünflächen offen zu halten.

Die Erhaltung der regional typischen Landschaftselemente wie Streuobstwiesen, Blumenwiesen, Bergwiesen, Seewiesen ist ein zentrales Anliegen.

Besucherlenkung

Der Naturpark wird Maßnahmen zur Besucherlenkung zum Schutz des Wirtschafts- und Lebensraumes Wald, der landwirtschaftlichen Grünflächen und der Wildtierarten setzen.

Ein großes Anliegen ist es im Bereich von Mountainbikestrecken, Radstrecken, Langlaufloipen, Reitwege, Wanderwegen, Spaziergänger mit Haustieren, etc. die notwendige Rechtssicherheit zu schaffen und mit verstärkter Bewusstseinsbildung Verständnis zwischen Grundeigentümern und Besuchern herzustellen.

Der Naturpark soll verstärkt für nachhaltige Verpackungsmaterialen, Vermeidung von Müll (vor allem Plastikmüll) und für Mülltrennung, zur Schonung der vorhandenen Ressourcen und zur Stärkung des Bewusstseins für unseren Lebensraum, eintreten.

Wald

Bewirtschaftung. Der Naturpark soll eine nachhaltige und standortgerechte Waldentwicklung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Interessen der Waldbesitzer unterstützen (zB. naturnahe Waldrandgestaltung, Förderung bestimmter gefährdeter Holzarten, …).

Der Naturpark fördert Maßnahmen zur Naturverjüngung mit dem Ziel einer nachhaltigen und standortgerechten Bestockung zum Erhalt der Wohlfahrts- und Schutzfunktion des Waldes (Boden, Wasserhaushalt).

Hinsichtlich Klimawandel soll spezielles Augenmerk auf die Schutzfunktion sowie Erhaltung der Ertragsfunktion des Waldes gelegt werden und Bewusstseinsbildung, Förderung und Unterstützung für Plenterwälder, standortgerechte und heimische Pflanzen sowie für nachhaltige stabile Wälder gelegt werden.

In der lebendigen Natur geschieht nichts,
was nicht in der Verbindung mit dem Ganzen steht.

Johann Wolfgang von Goethe

ERHOLUNG

Attraktive und gepflegte Erholungs-
einrichtungen werden dem
Landschaftscharakter angepasst.

Vernetzung & Kooperation

Dachmarke. Die Gemeinden Oberhofen am Irrsee, Zell am Moos, Tiefgraben, St. Lorenz, Mondsee, Innerschwand am Mondsee, Oberwang und Unterach am Attersee verfügen über eine gute Ausstattung an sportlicher und touristischer Infrastruktur. Die bestehenden Angebote sollen unter der gemeinsamen Dachmarke „Naturpark Bauernland“ vernetzt und vermarktet werden.

Die Kooperation zwischen Lebensmittel-, Energie-, Rohstofferzeugern und Dienstleistern in der Land- und Forstwirtschaft einerseits und Gastronomie, Hotellerie, Gewerbe, Handel, etc. andererseits soll bestmöglich ausgebaut werden. Damit soll das Thema „Regionalität“ gezielt in den Mittelpunkt gestellt und Wertschöpfung im Naturpark gehalten werden.

Bäuerliche Vermietung und Privatzimmervermietung für jene, die Alternativen für zusätzliches Einkommen am Hof suchen, soll wieder mehr ins Zentrum rücken um die aktiven Vermieter zu erhalten und Motivation für neue zu schaffen.

Attraktives
Freizeitwegenetz

Besucherlenkung durch attraktive Angebote ist ein zentrales Anliegen im Naturpark.

Die Land- und Forstwirtschaft bekennt sich klar zu Erholung und Tourismus im Naturpark. Derzeitige Nutzungsrechte und Nutzungsinteressen bei Jagd, Fischerei, Land- und Forstwirtschaft werden jedoch nicht beeinträchtigt.

Das bereits gut ausgebaute Wegenetz soll im Einvernehmen mit den Grundeigentümern qualitativ verbessert werden.

Dort wo es ohne Gefährdung der Naturnutzer möglich ist, sollen Wege mit Mehrfachnutzung (Wandern, Radfahren, Reiten, Langlaufloipen), Parkplätze als Startpunkte mit Übersichtstafeln und (digitale) Wanderkarten geschaffen bzw. weiter ausgebaut werden.

Mobilität

Für den Freizeit- und Erholungstourismus im Naturpark sollen spezielle Angebote im Bereich von Elektro-Mobilität geschaffen werden, z.B. geführte E-Bike Touren. Die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs sollen verstärkt in die Angebote des Naturparks eingebunden werden.

Besucherprogramm

In einem Naturparkprogramm sollen die Highlights und die schönsten Führungen im Naturpark im Lauf der Jahreszeiten dargestellt werden.

An einem schönen Tag im Schatten zu sitzen

und ins Grüne zu schauen,ist die wunderbarste Erfrischung.

 Jane Austen

BILDUNG

Die Natur begreifen und erleben,
um die Zusammenhänge zwischen
Natur, Kultur und Land- und Forstwirtschaft
zu verstehen.

Bildungsangebot

Der Naturpark fördert Bildungsangebote für Einheimische und seine Gäste, um das richtige Verhalten in der Natur in den Mittelpunkt zu stellen und Verständnis zu schaffen.

Vermittlung von Naturerlebnis in Form von Natur- und Erlebnisführungen (Wald-, Kräuterpädagogik, Almführungen, Schule am Bauernhof, etc.), aktive Lernangebote zur Erhaltung der Landschaft aber auch Seminare, Kurse, Ausstellungen oder spezielle Veranstaltungen wie Naturparktage stehen im Mittelpunkt.

Alltägliche Arbeiten der Land- und Forstwirtschaft sollen erklärt und dargestellt werden um das gegenseitige Verständnis zu fördern und das Miteinander zu stärken.

Der thematische Bogen reicht hier von der Kultur der Land- und Forstwirtschaft über Bewusstseinsbildung für Regionalität bis hin zur Gesundheit und Geologie.

Naturpark und Schulen

Umweltbildung für Kinder und Jugendliche soll im Naturpark einen hohen Stellenwert einnehmen. Schulen und Kindergärten, die ihre jeweiligen Lehrinhalte auf die Prinzipien des Naturparks abstimmen wollen und so das Prädikat Naturparkschule/Naturpark-Kindergarten erhalten können, werden unterstützt. PädagogInnen sollen dazu spezielle Informationen und Bildungsangebote erhalten.

Praktische Erfahrungen für die Kinder und Jugendlichen stehen dabei im Vordergrund. So wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass Bildungseinrichtungen selber Gärten anlegen, Ausflüge zu Bauernhöfen unternehmen und hautnah Erfahrungen sammeln können.

Für Schulen und Bildungsträger, die im Naturpark Naturparkwochen abhalten wollen, wird ein spezielles Programm und Angebote erstellt (z.B. Schule am Bauernhof).

Kultur, Geschichte & Brauchtum

Im Naturpark soll Kultur, Brauchtum und Geschichte der Region aufbereitet, gepflegt und erhalten werden. Ein gezieltes Miteinander mit bestehenden Vereinen und Organisationen (Rosserer, Heimatbund) wird dazu angestrebt.

„Robot“ als Selbsthilfe und Nachbarschaftshilfe soll in ihrer ureigenen Form erhalten und gefördert werden. Altes Wissen soll durch gemeinsame Veranstaltung mit Senioren und Kindern an die nächste Generation weitergegeben werden.

Information

Eine Naturpark-Informationsstelle im Naturparkgebiet soll entstehen, welche die Geschäftsstelle beherbergt und Raum für Ausstellungen und für die Präsentation von Infomaterialien bietet.

Informationen über den Naturpark und zu aktuellen Naturpark-Themen sollen für die Bevölkerung und die Gäste aktuell und anschaulich präsentiert werden. Zusätzlich sollen aktuelle Themen über die täglichen Gästeinfos, über Homepages und Gemeindezeitungen verbreitet werden. Spezielle thematische Infotafeln an bestimmten touristischen Plätzen werden angestrebt.

Je tiefer man die Schöpfung erkennt,
umso größere Wunder entdeckt man in ihr.

Martin Luther

REGION

Eine höhere Wertschöpfung für unsere
landwirtschaftlichen Produkte sichert
die aktive Bewirtschaftung der Flächen.

Produkte

Vielfalt. Der Naturpark unterstützt die Vermarktung von traditionellen, regionaltypischen Produkten aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Handwerk, sowie die Entwicklung neuer Produkte.

Die Vielfalt der Produkte in der Naturpark-Region soll gestärkt werden und den Konsumenten bewusst gemacht werden. Der Tisch kann reichhaltig mit den Produkten der 8 Gemeinden gedeckt werden.

Marke „Naturpark Bauernland“

Qualitativ hochwertige Produkte aus dem Naturpark können mit dem Naturparklogo beworben und vermarktet werden. Dies soll der Sensibilisierung für die Bedeutung von regionalen Produkten und Dienstleistungen aus dem Naturpark dienen.

Wertschöpfung & Kreisläufe

Regional. Die Kooperation zwischen Lebensmittel-, Energie-, Rohstofferzeugern und Dienstleistern in der Land- und Forstwirtschaft einerseits und Gastronomie, Hotellerie, Gewerbe, Handel, Lebensmitteleinzelhandel andererseits soll bestmöglich ausgebaut werden. Damit soll das Thema „Regionalität“ gezielt in den Mittelpunkt gestellt und Wertschöpfung im Naturpark gehalten werden.

In dieser starken Grünlandregion ist Tierhaltung ein wesentlicher Beitrag um die Flächen nachhaltig zu nützen und in Bewirtschaftung zu halten. Die daraus resultierenden bäuerlichen Produkte sollen in der Region vermarktet werden.

Vermarktungsplattformen sollen geschaffen werden um die Bäuerinnen und Bauern durch Gemeinschaften zu unterstützen und Produkte marktfähig zu machen zB. um entsprechende Mengen und kontinuierliche Lieferungen zu gewährleisten, durch gemeinsame Schlacht- und Fleischverarbeitung, durch gemeinsame Milchverarbeitung und Vermarktung, etc.

Bäuerliche Vermietung und Direktvermarktung für jene, die Alternativen für zusätzliches Einkommen am Hof suchen, soll wieder mehr ins Zentrum rücken.

Selbstbewusst
Bauer & Bäuerin sein

Die Region mit ihrem einzigartigen
Landschaftsbild braucht die Bäuerinnen
und Bauern, die diese Flächen
bewirtschaften und nutzen.

Sie tragen damit entscheidend zur
Lebensqualität aller in der Region bei.

Die Produkte von unseren Bauernhöfen
haben Wert. Hinter diesen Produkten
stehen Geschichten und Gesichter.

Seit Generationen bringen
sie mit Fleiß und Eifer hervorragende
Lebensmittel auf den Tisch.

Mehr Wertschätzung hilft das
Selbstbewusstsein und das Berufsbild
des Bauern und der Bäuerin
in den Mittelpunkt zu rücken.

Nicht wo du die Bäume kennst,
wo die Bäume dich kennen, ist deine Heimat.

aus Sibirien

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Technoparkstraße 4, 5310 Mondsee

Telefon 06232-90303 3606

 

info@naturpark-bauernland.at

 

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